• Temperaturprobleme bei Luftkühlung ? Wir schaffen Abhilfe !

    Mein System wird zu heiß, was kann ich tun ?

    Hitze ist meist das einzige bei einer Kühlung was ein richtiges Problem darstellen kann, von daher ist es immer Wichtig auf die Temperaturen zu achten, denn der meiste Tod den eine Hardwarekomponente stirbt ist der Hitzetod.
    Doch dies kann man durch eine gute Kühlung und einige Tipps vermeiden, aber nun zum eigentlichen Guide.


    Temperaturen

    Zuerst gilt es, festzustellen welche Temperaturen auf meinen Komponenten anliegen, sowohl im Idle als auch unter Last, denn nur so kann ich feststellen ob Handlungsbedarf besteht oder nicht.
    Zum auslesen der Temperaturen gibt es diverse Programme.

    Everest Home Edition
    Die kostenlose Variante von Everest, sie dürfte wohl den meisten recht geläufig sein.
    Features:
    Ermittlungen genauer Informationen zu BIOS, Mainboard, CPU, Grafikkarte, Monitor, Speichergeräten, Netzwerkkarten, Multimedia-, Eingabe- und vielen weiteren Geräten. Hardware-Überwachung: Temperatur(CPU, GPU, MoBo, HDD), Lüfterdrehzahl, Spannungsanzeige

    Coretemp
    Features:
    Anzeige der Kerntemperaturen bei CPUs sowie der angelegten Spannung

    Rivatuner
    Features:
    Zeigt die Temperatur der GPU sowie Spannungswandler und ggf. auch Board an.
    Sehr schön um den Temperaturverlauf zu beobachten.


    Sind meine Temperaturen nun noch im Rahmen oder schon als zu heiß einzustufen ?

    Das kann man Pauschal nicht beantworten, hierzu gibt es Herstellerinformationen zu den einzelnen Bauteilen welchen Temperaturen diese auf Dauer standhalten können und wo das Maximum liegt.

    Doch es gilt:
    CPU: im Idle nicht über 35° und unter Last nicht über 60°
    GPU: im Idle nicht über 70° und unter Last nicht über 100°
    Mainboard: im Idle nicht über 40° und unter Last nicht über 55°
    RAM: generell nicht dauerhaft über 40°
    Festplatten: nicht über 55°

    Mittlerweile schaltet sich ein System bei Überhitzung in der Regel von selbst aus um den Hitzetod zu vermeiden, doch dauerhafte Hitze kann die Lebensdauer der Komponenten stark verringern.


    Ich habe meine Temperaturen überprüft, sie sind eindeutig zu Hoch!

    Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Als erstes sollte man die verbauten Kühler überprüfen. Sind diese korrekt Montiert oder etwa stark Verstaubt?
    Bei einer fehlerhaften Auflagefläche eines Kühlers kann die Wärmeübertragung unterbrochen werden, ein Kühler sollte mit der Auflagefläche nach Möglichkeit plan Aufliegen, eine konkav gebogene Auflagefläche ist nicht optimal.
    Aber auch Staub kann eine Ursache sein, weshalb die Temperaturen so Hoch sind.
    Denn Staub in den Kühlerlamellen eines Luftkühlers mindert den Luftstrom und hindert die Lamellen an der Wärmeabgabe an die Luft.


    Ich habe diese Probleme gelöst aber meine Temperaturen sind immer noch zu Hoch / meine Temperaturen sind besser, aber ich will noch mehr!

    Nun muss der Luftstrom im Gehäuse überprüft werden. Es gibt viele Variationen doch schließlich bedienen sich alle dem gleichen Konzept:
    Warme Luft steigt nach oben, also muss unten kühle Luft rein und oben die warme Luft wieder raus.

    Es muss also darauf geachtet werden möglichst vorne Unten einen Lüfter zu installieren um die kühle Außenluft ins Gehäuseinnere zu Saugen. Die Luft erwärmt sich nun an den Komponenten und steigt nach Oben wo sie von einem/zwei weiten Lüfter und/oder dem Netzteil wieder nach außen Transportiert wird. Je kleiner das Gehäuse ist umso Wichtiger ist ein geeigneter Luftstrom, da sich die warme Luft dort durch das geringere Volumen sehr schnell staut. Zur Not kann man das Gehäuse auch einfach öffnen, dies sollte aber kein Dauerzustand sein da so die Komponenten schneller verstauben.



    TIPP: Kabelmanagement !
    Durch gutes Kabelmanagement kann man den Luftstrom unterstützen, denn durch lose rumhängende Kabel kann der Luftstrom stark gehindert werden.



    Ich habe meinen Luftstrom verbessert, aber meine Temperaturen sind immer noch recht Hoch / meine Temperaturen sind besser, aber ich will noch mehr!

    Die letzte Möglichkeit ist das austauschen der verwendeten Kühler, bei den meisten Nutzern sind Standardkühler verbaut wie der Intel Boxedkühler oder eben die auf den Grafikkarten installierten Kühlern. Diese sind in der Regel nicht sonderlich Leistungsstark und erzeugen dabei auch noch Relativ viel Krach. Hier gibt es eine Menge an Zubehörkühlern, diese sind in der Regel auch alle ziemlich Leistungsstark und recht leise. Um aber wirklich den Richtigen zu erwischen gilt es einige Aspekte zu beachten:
    Das Volumen des Kühlkörpers, bietet dieser großflächige Kühlerlamellen und diese in ausreichender Zahl dann kann man davon ausgehen dass dieser seinen Dienst recht zuverlässig erledigt.
    Der mitgelieferte Lüfter, er sollte genug Luft durchsetzen können um die Reserven des Kühlers optimal zu Nutzen, ein guter Durchsatz ist 70 m³/h. Da diese Werte allerdings im Leerlauf entstehen ist nach der Montage weit weniger Verfügbar, mehr ist also immer besser. Starke Lüfter schaffen bis zu 95 m³/h.
    Mein Tipp ist der Noctua NH-U12P, er bringt eine solide Kühlleistung mit sich und ist im Preis noch recht günstig.





    Für Grafikkarten gibt es ziemlich wenig Auswahl, dafür passen aber die meisten Kühler universell auf verschiedene Grafikkartenmodelle. Man sollte aber darauf achten die Speicherchips sowie die Spannungswandler mit kleinen selbstklebenden Passivkühlkörpern zu versehen, da diese sonst überhitzen könnten. Einige Grafikkartenkühler bringen keine Lüfter mit sich, hier muss also Nachgekauft werden, hier empfiehlt sich dann ein 120mm Lüfter.
    Mein Tipp ist der Arctic Cooling Accelero S1, er passt auf die meisten Modelle, ist relativ Günstig und bringt eine gute Leistung mit sich.

    Bei den RAMs sollte beim Kauf darauf geachtet werden dass sog. Heatspreader verbaut sind.
    Am optimalsten sind Heatspeader mit Kühlfinnen. Sollten keine Heatspreader vorhanden sein kann man diese auch für ein paar Euro nachkaufen. Man sollte auch darauf achten das die RAMs zumindest einen geringen Luftstrom abbekommen.
    Mein Tipp : Corsair RAM entweder DHX oder Dominator


    Bei den Mainboards wird das ganze schon etwas schwieriger, denn dort sind meistens zusammenhängende Heatpipes verbaut welche nur schwer ersetzt werden können, es gibt zwar einige wenige von zb Thermalright, aber wenn dann sollte man die Heatpipes nur durch Wasserkühler ersetzen, dazu gehört dann aber auch der Rest der Wasserkühlung und das wird Teuer.
    Einige Mainboards liefern kleine montierbare Lüfter mit, diese sollten nach Möglichkeit verbaut werden, sofern einem die Lautstärke nicht unbedingt stört. Ansonsten kann man auch einen normalen Lüfter auf die Heatpipes ausrichten.



    Als letzter Punkt gilt noch das Gehäuse selbst, es gibt einige Gehäuse die auf High-Air-Flow ausgelegt sind, sie bieten mehr Platz und haben mehrere Lüfter vorinstalliert. Meisten haben sie 1-3 Lüfter in der Front, einen großen oder mehrere kleine in der Seitentür, 2-3 am Heck und 1-2 im Deckel. Dadurch kann enorm viel Luft durch das Gehäuse geblasen und somit die Temperatur der Komponenten weiter gesenkt werden.
    Mein Tipp: CoolerMaster HAF 932



    Ich habe alles gemacht und meine Temperaturen sind besser, aber ich will noch mehr!

    Nunja, mehr ist aus einer normalen Luftkühlung wohl nichtmehr herauszuholen, hier empfehle ich unsere Guides zur Wasserkühlung.

    Die Grundlagen der Wasserkühlung !
    Die Richtige Wasserkühlung für mein System !

    Und wenns doch noch ein wenig mehr sein darf ...

    Einstieg Kompressorkühlung


    So das wars fürn Anfang, wir hoffen wir konnte euch ein Wenig behilflich sein.

    Bei Anregungen oder Kritik bitte eine pm an mich !


    Gruß
    formy
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