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-=Wasserkühlung Optimierungsguide=-
Ihr habt eure WaKü nun eingebaut doch trotzdem stimmt die Leistung nicht mit euren Erwartungen überein ?
Das is natürlich ärgerlich, und es gilt zu sagen das eine WaKü keine Wunderkühlung ist, aber es gibt trotzdem einige Punkte an denen man noch das ein oder andere °C aus seinem System herrauskitzeln kann !
1.Die Optimierung der Kühlung:
An der WaKü gibt es immer noch was zu verbessern, egal ob man nun teure oder günstige Produkte gekauft hat. Und das es viele Möglichkeiten gibt, werd ich mal auf ein paar, meiner Meinung nach die wichtigsten, Punkte näher eingehen.
1.1.Der CPU-Kühler
Ich würde jedem empfehlen beim CPU-Kühler anzufangen, denn hier kann man viel falsch oder eben richtig machen.
Man unterscheidet im Moment zwischen Düsenkühlern und Kanalkühlern, beim Düsenkühler werden die Wassermengen durch kleine Öffnungen auf die sogenannte Prallfläche gepresst, was Verwirbelungen und eine höhere Stömungsgeschwindigkeit erzeugt was sich wiederum positiv auf die Kühlleistung auswirkt. Hier fällt einem also auf das das System von einem hohen Durchfluss profitiert was also zum entschluss führt eine stärkere Pumpe einzusetzen oder eben den Durchflusswiederstand im System zu verringern.
Wenn man einen Kanalkühler erworben hat, kann ich nur zum Kauf eines Düsenkühlers raten
1.2.Den Durchflusswiederstand verringern
Man muss bedenken das alles, aber wirklich alles was mit dem fließenden Wasser in berührung kommt, den Durchfluss bremst, wesentlich oder eher marginal. Von Daher würd ich dazu Raten so wenig wie möglich Schlauch zu verbauen, da sonst der Wiederstand zunimmt.
Dazu kommt noch, das wenn Wasser um eine Ecke fließen muss, starke Verwirbelungen vor und nach der Richtungsänderung statt finden, was ebenfalls den Durchfluss bremst und das beträchtlich bei einer anhäufung jener, darum empfehle ich so wenige Winkel wie Möglich, wenn nicht sogar gar keine, zu verwenden.
Auch der Durchmesser des Flusskanals, also der Innendurchmesser des Schlauchs, spielt eine große Rolle, denn desto größer der ID ist, desto mehr Wasser kann problemlos gefördert werden, ich Rate hier also zu 15,9/11,1 mm Schlauch ( AD / ID ), wenn einem das gefällt evtl. auch zu 19/13 mm, das is dann aber Geschmackssache, ein positiver Nebeneffekt ist, dass sich der Schlauch besser verlegen lässt da er engere Biegeradien zulässt.
Hier gilt es also den perfekten Mittelweg zu finden, zwischen Schlauchlänge, der Verlegung und der Schlauchdicke. Merkt man also das man hier oder da einen Winkel benötigen würde um den Schlauch kurz zu halten, lässt man den Schlauch lieber etwas länger um den Winkel zu vermeiden, um kurze Schlauchwege un enge Biegeradien zu ermöglichen greift man dann noch am besten zu Schlauch mit einer hohe Wandstärke.
Bei 15,9/11,1 sind das dann 2,4mm Wandstärke da man Rechnet : ( AD – ID )/2
1.3.Die Förderleistung verbessern
Hier gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, zum einen eine stärkere Pumpe verbauen oder eben zum anderen den Durchflusswiederstand verringern ( siehe 1.2. ).
1.4.Die Fließrichtung
Zu beachten sind hier die physikalischen Gesetze, vorallem die Trägheit der Masse, denn wenn das Wasser in eine Richtung fließt und diese nun ändern muss entsteht gezwungenermaßen wieder Reibung, daher Empfehle ich die Schlauchverbindungen möglichst Gerade verlaufen zu lassen und evtl. „spektakuläre“ Loopings zu vermeiden. Auch sollte das Wasser im Kreislauf immer von oben nach unten Fließen und wenn Möglich immer nur nach rechts oder links.
So gesehen sollte man also bei einem Standard-ATX Gehäuse zuerst den Radiator, sofern dieser im Top verbaut ist, durchströmen lassen, danach ist der Cpu-Kühler oder ggf. die Northbridge/SpaWas an der Reihe, dann folgt die Grafikkarte(n) um zuletzt den AGB und die Pumpe zu passieren und dann wieder im Radiator zu landen.
1.5.Die Kühlermontage
Auch hier kann man viel Falsch machen, denn wenn ein Kühlkörper nicht Richtig aufliegt, oder evtl. garkeinen Kontakt hat, geht die Kühlleistung sofort flöten.
Dies Passiert sehr oft bei Grafikkarten-Fullcover-Kühlern, da man durch zu festes Anziehen einiger Schrauben möglicherweise die Grafikkartenplatine verbiegt und der Kühler dann evtl keinen Kontakt mehr zu der GPU oder dem VRAM hat. Dies kann man vermeiden indem man ein wenig Wärmeleitpaste auf alle Bauteile aufträgt und den Kühler probeweise montiert, stimmen alle Abdrücke am Kühler mit den Bauteilen der Grafikkarte überein kann man ihn so verwenden.
Um den optimalen Anpressdruck zu finden montiert man am besten das komplette System und setzt die Grafikkarte unter last, mit FurMark oder ähnlichem, und zieht dann die Schrauben nach und nach etwas fester, bis man die perfekte Temperatur erreicht hat, sollten sich die Temperaturen anfangen zu verschlechten, is der Anpressdruck ggf. Schon zu hoch und man sollte die Schrauben wieder etwas lockern. Hier ist also Probieren angesagt.
Beim CPU-Kühler kann es zum Beispiel passieren, dass mann den Kühler um 90° verdreht montiert hat, was im ersten Moment nicht schlimm erscheint, aber im Falle der verwendung eines Quadcores kann dies den entscheidenden Nachteil bringen, da die durchströmte Oberflache im Kühler sich nicht mit der Fläche der DIEs in der CPU abdeckt, da eben der Kühler verdreht ist. Man sollte hier also darauf achten das die druchströmte Fläche des Kühlers, die Fläche der DIEs möglichst Komplett bedeckt.
1.6.Die Lüftermontage
Auf dem Radiator werden natürlich Lüfter montiert um die benötige Luft durch dessen Lamelle hindurch zu befördern. Auch hier gibts es verschiedene Arten um der Lösung des Problems gerecht zu werden.
Zu allererst kann man die Lüfter saugend oder blasend Montieren, im saugenden Fall „saugen“ die Lüfter die Luft durch die Lamellen, im blasenden Fall „blasen“ sie die Luft durch die Lamellen. Hier scheiden sich allerdings die Geister, wenn es um die Frage geht, was nun besser sei, nun, ich bin der Meinung „saugend“ sei die bessere Lösung.
Auch gibt es die Möglichkeit die Lüfter so zu Montieren, dass sie die warme Luft aus dem Gehäuseinneren hinaus transportieren, hierbei geht aber etwas der Leistung verloren da der Radiator schon aufgewärme Luft abbekommt, ich empfehle hier also die andere Variante. Nämlich die, dass die Lüfter die „kühlere“ Luft von aussen ansaugen und sie in das Gehäuseinnere transportieren, somit steht dem Radiator kühlere Luft zur verfügung an welche er mehr Wärme abgeben kann. Allerdings erwärmt man somit zusätzlich die Gehäuseinnentemperatur. Macht aber wie ich finde den Komponenten nichts aus.
1.7.Die „Bodenfreiheit“
Auch die Platzverhälttnisse im Gehäuse sollten nicht ausser acht gelassen werden, denn auf kleinerem Raum staut sich die warme Luft schneller und kann schlechter Abtransportiert werden. Man sollte also darauf achten das alle Komponenten immer ausreichend Freiraum zur verfügung haben.
2.Die Optimierung der Komponenten
Sollte man trotz allem Aufwand immernoch schlechte Temperaturen haben, liegt das wohl an der Wahl der Komponenten.
2.1.Der Radiator
Wärmeabfuhr die dann warscheinlich nicht ausreicht. Hier sollte man also einen stärkeren oder eben größeren Radiator in Betracht ziehen. Sind die Temperaturen nicht ein wenig zu hoch sollte ein 120er Single Radiator reichen, sind die Temperaturen allerdings schon am Limit sollte man mindestens einen 240er Dual oder sogar 360er Tripple Radiator in den vorhandenen Kreislauf zusätzlich einbinden. Hier muss man individuell Entscheiden, aber ich sage immer, lieber etwas zu viel Leistung als zu wenig.
2.2.Die Pumpe
Sollte die Förderleistung nach einer Systemerweiterung nichtmehr ausreichen, hilft meisten nurnoch die Anschaffung einer leistungsfähigeren Pumpe, was aber in der Regel nicht passieren sollte, sofern man von Anfang an gleich die richtige Pumpe gekauft hat
2.3.Die Kühler
Wie bei 1.1 bereits erwähnt gibt es verschiedene Arten von Kühlern, man sollte sich immer an die Aktuellen richten, denn diese verfüugen meist über die richtige Technik um den Anforderungen gewachsen zu sein, allerdings sind hier nur die CPU-Kühler wichtig. In dem Fall sollte man nur darauf Achten das man sich einen Düsenkühler zulegt, wenn Möglich einen HK 3.0 LT oder besser.
2.4.Die Wärmeleitpaste
Hier is wie eigentlich immer darauf zu achten das die Paste die man verwendet einen hohen Wärmeleitkoeffizienten besitzt und man sie nur so Dünn als nur Möglich aufträgt, da sie ja nur kleine Unebenheiten ausgleichen soll und Wärme nunmal besser leitet als Luft, aber eben nicht als Kupfer.
3.Luft im System
Unser letzter Punkt den es noch anzusprechen Gilt, denn wenn sich im Kreislauf Luftblasen bewegen beeinträchtigt dies die Wärmeleitfähigkeit des Wassers. Man sollte also darauf achten dass im AGB keine Luft mit Wasser verwirbelt wird. Um das Eindringen der Luft in den eigentlichen Kreislauf zu vermeiden kann man verschiedene Lösungswege gehen, zum einen Reicht es völlig aus den AGB zu mindestens 5/6 zu füllen, oder aber einen kleinen sehr durchlässigen Schwamm in den AGB zu legen.
Zudem sollte man sich nach erfolgreichem Befüllen der WaKü so ca. 1 Stunde mit dem Entlüften beschäftigen, um die letzten Luftblase aus den Kühlern oder dem Radiator heraus zu bekommen. Dies erreicht man am einfachsten durch Kippen des Gehäuses oder durch mehrmaliges An- und wieder Ausschalten der Pumpe.
Ich hoffe ihr konntet euer System noch ein wenig Tweaken oder hatte zumindest Spaß beim lesen.
Bei Fragen, Kritik oder Anregungen könnt ihr mir natürlich gerne eine PM schreiben
Gruß
formy
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Administrator
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Team EC
Sehr schöner Anfang für diese Forumseite finde es eine gute Idee Wasserkühlerbauer hier im Forum mit einzubauen da diese von unserer Kompressorkühlungen vielleicht noch mit proffitieren können sage nur Chiller.
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Team EC
von wo aus der pfalz kommst du wenn ich fragen darf?
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