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Thema: meine erste Anlage

  1. #1
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    Standard meine erste Anlage

    hallo zusammen,

    da ich nun schon eine weile mit der kältetechnik rumspiele und ich hier einiges an tips und wissen mitnehmen konnte, möchte ich euch die ergebnisse meiner spielerei nicht vorenthalten. an dieser stelle auch noch mal ein dankeschön an Twisterking und August123 welche mich ausrüstungsmäßig unterstützt haben.
    da es bei mir keine hochleißtungsrechner zu kühlen gibt, die anlage aber auch irgendwo einen nutzen haben soll, hab ich sie als bierflaschenkühler gedacht. es ist zwar nicht wirklich sinnvoll eine einzelne bierflasche zu kühlen aber na ja, der weg ist das ziel.
    da es eine experimentieranlage ist, ist sie so ausgelegt das man im betrieb möglicht viel beobachten und verstellen kann.
    so ist z.b vor der drossel ein großes schauglas eingebaut wo man sehen kann ob das KM auch vollständig verflüssigt wird.
    die drossel selber ist eine eigenkonstruktion. es ist ein nadelventil an dem man während des betriebes den KM-durchfluss zum verdampfer regulieren kann. da die spindelabdichtung warscheinlich nicht 100% dicht wird, kann es mit einer schraubkappe hermetisch verschlossen werden.
    die schläuche zum und vom verdampfer sind PU-Kunststoffschläuche. durch sie kann man schön das fließende KM beobachten.
    der verdichter nennt sich D138X-l1z. es ist ein R134a Kühlschrankverdichter. nähere infos hab ich zu dem teil nicht gefunden. ich vermute es ist ein 5ccm verdichter.
    als KM nutze ich, der umwelt zu liebe, R290 aus der roten flasche.
    im goßen und ganzen läuft die anlage. nur beim start gibt es irgendwie probleme. es kommt mir so vor als ob irgendwie die drossel zufriert.
    hat man die anlage z.b. im betrieb auf einen verdampferdruck von 2bar eingestellt, läuft sie mit der einstellung problemlos und ohne großartige schwankungen durch. macht man die anlage nun aus, läuft das KM aus der HD seite in den kühleren verdampfer. soweit o.k.
    schaltet man die anlage dann nach einer weile wieder ein, saugt der verdichter das KM aus der ND seite und die HD seite füllt sich wieder mit flüssigem KM. soweit auch o.k. nach einer weile sollten sich dann wieder die normalen betriebsdrücke einstellen also 2bar am verdampfer. das passiert aber nicht. ohne das was an der drossel verstellt wurde ist der durchfluß jetzt viel geringer und der verdampferdruck fällt dementsprechend auf unter 1bar. dreht man jetzt die drossel kurz auf und zu normalisieren sich die drücke und die anlage läuft problemlos durch.
    könnte es was damit zu tun haben das beim anfahren, solange noch nicht genügend flüssiges KM in der HD seite ist, gasförmiges KM durch die drossel geht?

    gruß sunny
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  2. #2
    Team EC Avatar von suction
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    Tach auch haste mal die Verflüssigung gemessen ?? welcher Druck steht an ?? Ventil zu heiss eingelötet...ja das sieht wohl so aus auf dem Bild Immer mit nassem Lappen kühlen !!! Ventil defekt Feder oder so.
    Geändert von suction (23.09.2010 um 18:51 Uhr)
    Kalt ist es am Nordpol

  3. #3
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    hi

    HD seitig ist der druck zwischen 16-20bar je nach betriebszustand. da HD-seitig genügend volumen vorhanden ist um das gesamte KM aus der anlage aufzunehmen, steigt der druck nicht übernormal an auch wenn die drossel komplett zu ist.
    mit ventil , nehme ich mal an, meinst du die drossel. die habe ich ohne innerein eingelötet. also quasi nur den massiven messingklotz. viel mechanik gibt es an dem teil ja auch nicht. es ist nur ein einfaches drosselventil so wie auf der zeichnung zu sehen. im grunde nur ein ventilkörper mit ventilspindel. das ganze wird mit dem schraubendreher manuell auf einen festen durchfluß eingestellt.
    der tip mit dem lappen ist trotzdem gut wenn ich mal empfindlichere teile löten muss. mit hartlöten hatte ich bis jetzt eher wenig am hut. ich komm aus dem elektro sektor. da wird weich gelötet ohne heiße flammen und andere furchteregende dinge
    gruß oliver

  4. #4
    ECrew Forum Avatar von Patrickclouds
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    Zitat Zitat von sunny Beitrag anzeigen
    nach einer weile sollten sich dann wieder die normalen betriebsdrücke einstellen also 2bar am verdampfer. das passiert aber nicht.
    was heißt bei dir eine weile?
    vielleicht war vorher die last größer und der verdichter auch heißer?

  5. #5
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    mit "weile" denke ich so an 2-3min.
    da die anlage einen pott mit wasser kühlt, ist die last vor dem ausschalten geringer als beim wieder einschalten. denn das wasser ist in der zwischenzeit wieder etwas wärmer geworden ist. verdichter und verdampfer sind in der zeit auch etwas abgekühlt. könnte gewisse schwankungen evlt. erklären, aber so extrem?
    verwunderlich ist dann aber dass ein kurzes drehen an der drossel diesen zustand beendet. es reicht wirklich 1/4 umdrehung auf 1/4 umdrehung zu und man kann beobachten wie sich der druck sofort auf den wert des letzten stabilen laufes normalisiert.
    wenn es wirklich an den temperatur und lastverhältnissen liegen würde, dürfte das kurze drehen an der drossel keine so auffällige zustandsänderung hervorrufen.
    feuchtigkeit kann ich mir aber auch nicht so richtig vorstellen. die sollte ja der trockner absorbieren. der trockner ist eine eigenkonstruktion mit ca 20g molsieb gefüllt. das wurde vor dem zusammenbau bei 350°C getrocknet. sollte also mehr als genug kapazität für so einen kleinen kreislauf sein.
    ist schon komisch...

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von PhilippF
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    Ich könnte mir das Ganze ganz gut mit etwas mechanischem Spiel in der Drossel erklären:

    Wenn KM durchgeht, bildet es eine Art "Gleitfilm", der dem Zusammendrücken des Spaltes zwischen den gegeneinander beweglichen Teilen entgegenwirkt. Wenn jetzt dieser KM-Film abreisst, drückt der HD die Drossel weiter zu und es kann nicht mehr viel KM durch. Wenn man den Film dann wieder durch kurzes Auf- und wieder Zudrehen wiederherstellt, kann wieder KM durch.

    Solche Dinge sind der Grund, warum man Kapillarrohre statt Blendendrosseln bzw. geregelte Drosseln wie z.B. ein TEV einsetzt.

    Gruss,

    Philipp

    PS: Das kann man sich vielleicht so vorstellen, wie eine volle Badewanne, wo man den Stöpsel 3cm über den Abfluss hochzieht. Dann kann Wasser abfliessen. Wenn man dann den Stöpsel langsam absenkt, zieht das abfliessende Wasser immer mehr am Stöpsel, bis es den Stöpsel schliesslich in den Abfluss presst und nix mehr abfliesst.

    PPS: Vielleicht hilft auch folgende Vorstellung: Solange KM fliesst, ist der Druckabfall von HD auf ND dort, wo das flüssige KM bereits den engen Spalt zwischen den beiden Drosselteilen verlassen hat, weswegen die Drosselspindel nicht in den Sitz gepresst wird. Sobald der KM-Strom abreisst, presst der HD die Spindel in ihren Sitz.


    Hmmm. Ich hoffe, ich habe mich einigermassen verständlich ausgedrückt...
    Geändert von PhilippF (24.09.2010 um 09:06 Uhr)

  7. #7
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    ich denke ich hab die ursache gefunden. als das problem vorhin wieder auftrat, hab ich alles so laufen lassen ohne an der drossel zu drehen. dann hab ich die anlage leer gemacht, den schlauch zum verdampfer entfernt und den verdichter luft pumpen lassen. da auch das nur mäßig funktionierte, honnte es schon mal keine zugefrohrene drossel sein. auch die gleitfilmtheorie erschien mir fraglich da nicht mal die luft so richtig durch die drossel wollte. ich hab dann die komplette HD-seite hinter dem verflüssiger abmontiert und die drossel zerlegt. ergebniss, in der drossel hatten sich mehrere kleine oxidstückchen angesammelt und die verstopften den spalt.
    meine vermutung:
    wird der verdichter eingeschaltet, pumpt er im ersten momment gasförmiges KM durch die HD-seite. da das gas eine geringere dichte hat, ist der volumenstrom durch die drossel größer als bei flüssigem KM. dieser volumenstrom ist stark genug um die partikel aus dem rohr in die drossel zu "pusten". dreht man nun an der drossel, wird der spalt kurzzeitig größer und die partikel werden weggespült. da die HD-seite nun mit flüssigem KM gefüllt ist, ist die fließgeschwindigkeit so gering das die partikel den spalt nicht mehr erreichen können.
    stellt sich jetzt die frage - was tun dagegen?

    gruß oliver

  8. #8

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    du hast in deinem Filter kein feinmaschiges Sieb wie in den normalen Patronen immer drin ist? Das würde helfen

    Übrigens sehr spannendes Projekt mit selbstgebautem Ventil- Respekt!

  9. #9
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    doch, ein sieb ist drin. es ist ein kupfersieb mit ca 0.2mm maschenweite. vorn eins und hinten eins. die brösel müssen irgendwo aus den stück zwischen trockner und drossel kommen. ich hab schon an salzsäure gedacht aber das verursacht warscheinlich noch mehr probleme.
    ich werd mal versuchen direkt in das lötloch der drossel noch ein sieb einzubauen.
    optimal währe sicher gewesen die leitungen während dem löten mit co2 oder stickstoff zu spülen. oder wie macht ihr das?

    und danke für die blumen. das motiviert

    gruß oliver

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von PhilippF
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    Zitat Zitat von sunny Beitrag anzeigen
    optimal währe sicher gewesen die leitungen während dem löten mit co2 oder stickstoff zu spülen. oder wie macht ihr das?

    gruß oliver
    Ja. Genau so.

    Ich nehme CO2 weil billiger.
    Geändert von PhilippF (25.09.2010 um 18:17 Uhr)

  11. #11
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    zuuu spät. hätt ich aber auch nicht da gehabt. mein bruder spielt paintball den muss ich mal anhauen wegen co2.
    da die rohre nun ein mal versaut sind, hab ich noch ein sieb direkt am drosseleinlauf platziert. morgen werd ich dann alles wieder zusammen bauen und schauen ob's was gebracht hat.
    man darf gespannt sein...

    gruß oliver

  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von PhilippF
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    Standard

    In jedem größeren Baumarkt bekommt man 10kg CO2-Flaschen, die kosten halt knapp über 100 Euro Pfand plus Füllung (nochmal ca. 20 Euro)

  13. #13

    Standard

    wobei es auch ohne Schutzgas keine Probleme mit Verstopfung geben sollte. Die Siebe nach dem Molsieb im Löt- Trockner müssten wesentlich feiner als 0,2mm sein wenn ich das mal abschätze.
    Zudem kann man immer mit verschlossenen Rohrenden arbeiten, sodass kein Sauerstoff durchströmen kann. Dann entsteht nahezu garkein Zunder...
    Die Danfoss- TEV haben ja nochmal ein kleines Sieb vor der Düse, in den Anlagen die ich nach Inbetriebnahme nochmals umgebaut habe sind vielleicht ein paar Krümel, aber sonst nichts. Gerade z.B. an der 4 Stage, wo mir Schutzgas- Löten wohl die Haare vom Kopf gefresse hätte...

  14. #14
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    hab grad mal nachgeschaut bei einem original trockner den ich hier liegen hatte. da ist genau das selbe sieb drin wie das was ich verbaut hab, von der maschenweite her.
    ich hab die anlage heute wieder zusammen gebaut und siehe da, mit dem sieb vor der drossel fuktioniert es . was nützt das beste sieb im trockner wenn die leitung dahinter verzundert ist.
    ich denk ich werd mir so eine 1l paintball-co2-flasche besorgen. mein bruder hat eine große flasche wo ich die befüllen kann. das wird wohl für die paar sachen reichen die ich löte. es braucht ja keine unmenge an co2 durch die rohre pusten.

    mochmal danke an alle die mir mit tip's und ratschlägen zur seite gestanden haben.

    gruß oliver

  15. #15
    ECrew Forum Avatar von Patrickclouds
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    Standard

    spielt der paintaball mit co2? oder is das nur für private spielereien gedacht?
    weil normalerweise gibts ja überall druckluft kompressoren an den feldern.

  16. #16
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    sowohl als auch. er spielt nicht nur auf dem feld. wenn er hier im garten mit seinen kumpels durch den wald rennt, nehmen sie halt das co2 weil er dann nicht jedesmal zum gasmann muss wegen nachfüllen. er hat aber auch eine druckluftflasche. ich denke auf dem feld wird er die nutzen weil's billiger ist. genau weiß ich's aber nicht. ich hab mit der paintball geschichte nix am hut.

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