Seite 1 von 4 1 2 3 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 25 von 81

Thema: Eigenbau Wärmepumpe für 200qm Haus

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    17.01.2011
    Beiträge
    28

    Standard Eigenbau Wärmepumpe für 200qm Haus

    Hallo liebe Gemeinde,

    ich hab sowohl hier als auch im Haustechnikforum (wobei da nur wenig über Eigenbauten geredet wird) fast alles gelernt was ich über Kältetechnik und Wärmepumpen weiß, und als mich heute schon wieder eine Google-Suche hierher brachte und ich die Klagen über zuwenig Beteiligung sah, entschied ich mich hier mein Projekt vorzustellen. Denn hier das Wärmepumpenforum ist doch viel zu wenig besucht, finde ich.

    Ich bin seit August 2010 stolzer Besitzer eines Fertig-Ausbauhauses (Massa) mit Keller, ca. 80qm im KG+EG und so 65qm Wohnfläche im DG. Wir hatten 4 Monate Zeit das Haus so auszubauen daß wir einziehen können, haben es zwar nicht ganz geschafft aber sind trotzdem Mitte November eingezogen. Als Technikfreak (und wegen Geldmangel) hab ich natürlich die komplette Haustechnik selbst gemacht, Fußbodenheizung verlegt, Lüftungsanlage (Wolf CWL 300B), 1000L Kombipufferspeicher, 20qm Vakuumröhrenkollektoren (aufm Dach montiert, allerdings noch nicht angeschlossen), und zum Heizen des Ganzen eine Einhell SKA5000C+H Split Klimaanlage (5kW Kühl/Heizleistung, R407C) bei dem ich das Innenteil gegen einen Plattenwärmetauscher B3-23A-50 von Terhoeven getauscht hab und von Stromotto auf Ebay hab ich eine universelle WP-Steuerung für 100 EUR geholt. An Kältetechnik-Werkzeug hab ich eine Monteurhilfe, eine Vakuumpumpe und ein Bördelset, leider für Zollrohre aber es waren 6 bzw. 12mm Rohre dabei, so daß ich es nicht benutzen konnte und stattdessen 2x für je 50 EUR beim örtlichen Kältebetrieb was konfektionieren lassen mußte.

    Die ersten Versuche waren eher ernüchternd, die WP machte zwar erstmal warm aber es war Anfang November und dementsprechend so um die +5°C und bei dieser Temperatur vereist der Verdampfer ganz gern recht schnell. Ich hatte versucht die Fühler aus der Steuerung aus dem Innenteil so anzuschließen daß das Abtauen einigermaßen klappt, ich weiß bsi heute nicht warum aber obwohl der Abtauvorgang (Heißgas) meist rechtzeitig begann, hörte es nie rechtzeitig auf, so daß nach etwa 10mins der Kompressorschutzschalter jedesmal ansprach. Mir war klar daß der das nicht so oft mitmacht also hab ich dann die Ebay-Steuerung geholt, damit läuft die WP nun seit etwa 8 Wochen ganz ok, selbst bei -14° die es diesen Winter hatte, wurde die Bude (bzw. zumindest die fertigen und bewohnten Räume, etwa 80qm) schön warm, und 45° Warmwasser gabs auch. Also dafür daß mich der ganze Spaß mit allem drum und dran unter 1000 EUR gekostet hat, und ich sonst überhaupt keine Heizung im Haus hab (mal abgesehen von dem 9kW Heizstab im Pufferspeicher für Notfälle, hab ich aber nur zum Estrich-Warmheizen gebraucht) find ichs ganz ok.

    Am Anfang hatte ich einfach die FBH immer laufen lassen aber der Vorlauf wurde dann auch so 40-45° warm und da noch nirgends Raumregler installiert sind (ich wollts erstmal mit dem Selbstregeleffekt probieren, der soll ja eigentlich ganz gut funzen) wurde es im Haus ZU warm. Erstmal hab ich dann eine billige Zeitschaltuhr an die Umwälzpumpe gehängt, die dann im 30min-Takt ein/ausgeschaltet hat, damit gings dann ganz gut. Letzte Woche hab ich dann endlich auch den Mischer installiert, der die VL-Temp zur FBH auf 30° reduziert, jetzt läuft die Umwälzpumpe wieder ständig und trotzdem paßt die Temp im Haus ganz gut, jetzt kann ich auch den Keller und die anderen Räume mitheizen.

    Aber so ganz zufrieden bin ich mit der WP noch nicht, abgesehen vom häufigen Vereisen (teilweise muß sie alle 30mins abtauen) reicht die Leistung bei -10°C nicht um alles warmzukriegen. Einerseits bin ich an einer eigenen Steuerung am Basteln, auf Basis des Pollin AVR-NET-IO Bausatzes mit einigen Erweiterungen, um eine Webbasierende Steuerung zu basteln, wo ich die WP Parameter alle schön graphisch in Echtzeit ablesen kann und Finetuning machen kann.

    Und zweitens will ich mich an einer Grundwasser-WP versuchen, wir haben hier Grundwasser in 3m Tiefe, das will ich (haben andere schon erfolgreich probiert) mit einer normalen Umwälzpumpe aus einem Brunnen hochholen, durch einen weiteren PWT jagen der den jetzigen Luft-Verdampfer ersetzt, und in einen zweiten Brunnen (Schluckbrunnen) wieder ablaufen lassen. Jetzt bin ich gerade auf der Suche nach einem passenden Wärmetauscher für diesen Zweck, und einer Absaugpumpe damit ich mein Klimagerät entleeren kann (das fehlt noch in Eurer sonst recht guten Auflistung benötigter Kälte-Werkzeuge!) und somit innerhalb des Außenteils an der Verrohrung arbeiten kann. Ein TEV oder gar EEV wäre auch ganz interessant. Ich bin auch noch am Überlegen ob ich gleich auf eine R410A Anlage umsteige, wenn ich mir die COP's angucke wird mir ganz schwindlig.

    Naja mehr Infos und Photos folgen! Nachfragen wer was wissen will :-)

    viele Grüße,
    Ethan

  2. #2

    Standard

    also grob

    Grundwasser ist sehr viel effizienter als Luft- Luft das ist im Winter wie einen Heizofen in die Wohnung stellen

    Grob gillt
    - Tiefenborung ist das beste zulauf von ~10°C teuer da tief gebohrt werden muss
    -Körbe oder schlangen im boden ~ 4-6°C teuer da großflächig gegraben werden muss
    -Grundwasser eigentlich nie unter ~ 4°C je nach dem wie leicht du ran kommst kann das mit einer Gartenpumpe erledigt werden



    -Luft dann wen es warm sein soll meist ~0- -20°C
    daher solltest du auf jedenfall weg von Luft - Luft

    jedenfalls interessant und willkommen bei uns




    edit:

    wenn der Sommer da ist würde ich jedenfalls eine neue Anlage mit kompletter Neuplanung beginnen ich denke dir werden alle aktiven Leute hier behilflich sein

    Nico
    Geändert von teurorist (17.01.2011 um 21:06 Uhr)

  3. #3
    Team EC Avatar von UnRockStar
    Registriert seit
    13.10.2005
    Ort
    Odenhausen Hessen Nähe Giessen
    Beiträge
    4.698

    Standard

    Grundwasser musst du aufpassen.

    der PWT setzt sich relativ schnell zu mit dreck und kalk.

    auserdem ist eine einfache Koppelung von Grundwasser zu Kälte nicht gestattet also musst du wieder über ein 2tes Medium gehen --> Wasser mit frostschutz der halbwegs umwelt vertragend ist.

    wenn du die Wärme in den Boiler Jagst kannst du diese auch zum abtauen wieder benutzen.

    schalt einfach am außengerät den Lüfter ab und schalte das gerät einfach wieder ins kühlen.

    dein boiler kühlt sich dabei evt ein wenig wieder ab aber dafür ist der abtauvorgang schneller erledigt .

    machen wir mit einer 90kW WP so.

    der Pufferboiler hat gute 4000L und kühlt sich beim abtauen so ca um 2°C wieder ab.

    allerdings dauert der abtauvorgang auch gute 30 min und der verflüssiger ist nicht grade klein.



    haste dein AVR net Io schon am laufen?
    meins zickt rum und die Software von Ulrich Radig läuft manchmal aber manchmal auch nicht ..

    wenn du PT100 benutzen möchtest an der schaltung ich hab irgendwo noch was an datenblättern wie se einfach an den avr kommen
    muss sie nur finden.
    Bitte ein Bit(zer)

  4. #4
    ECrew Forum Avatar von Patrickclouds
    Registriert seit
    06.05.2005
    Beiträge
    3.834

    Standard

    august123 hat auch ne luft wärmepumpe gebaut, der wird sicher noch was dazu sagen können.

    auch wenn tiefenbohrung oder flächenkollektor effizienter arbeiten steht dem natürlich der hohe preis gegenüber. und wenn man ne günstigere lösung zum gescheiten funktionieren bringt reicht das aus und man hat es selbst gemacht.

    @ unrockstar
    meinst du nen einfachen heißgasbypass zum abtauen des verdampfers.

    könnte man nicht einfach zwei verdampfer nehmen und die jeweils einzeln in den kreislauf hängen so dass man wenn einer vereist ist auf den anderen wechselt und den vereisten mit heißgas abtaut?


    edit:
    das der verdichter über den motorschutzschalter abgeschaltet hat lag vielleicht an der sauggastemperatur durch den heißgasbypass, dort müsste doch eigentlich eine einspritzung kurz vorm verdichter helfen den verdichter wieder einigermaßen kühl zu halten
    Geändert von Patrickclouds (17.01.2011 um 21:51 Uhr)

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    17.01.2011
    Beiträge
    28

    Standard

    Zitat Zitat von UnRockStar Beitrag anzeigen
    auserdem ist eine einfache Koppelung von Grundwasser zu Kälte nicht gestattet
    Wo steht das? Quelle?

    haste dein AVR net Io schon am laufen?
    meins zickt rum und die Software von Ulrich Radig läuft manchmal aber manchmal auch nicht ..
    Ich hab die Radig Software erfolgreich darauf getestet, aber nur kurz, hauptsächlich arbeite ich mit dem OpenMCP von Dirk Broßwick.
    Ich benutze 1-wire Sensoren.

  6. #6

    Standard

    von einer Luft- Wärmepumpe zur Grundbeheizung eines Wohnhauses wird dir wohl jeder abraten, weil es einfach hinten und vorne nicht reicht in unserer Klimazone. Schon garnicht bei einer so kleinen Anlage...
    Luft- WP ist in Ordnung für die Übergangszeit September- Oktober und März- April, da bringen die garkeinen schlechten COP. Wobei es auch da schon deutliche Unterschiede zu den technisch besseren Inverter- Anlagen gibt (Mitsubishi, Sanyo usw.).
    Ich habe eine Luft WP für meine Werkstatt komplett selber gebaut (~300€, wobei die 20m Kälteleitungen aufs Dach das teuerste waren), die ist aber auch nur an wenigen Tagen im Jahr in Betrieb und es steht momentan keine andere Möglichkeit zur Verfügung außer Strom. Verdichter dürfte wohl doppelt so stark sein wie deiner, mein Raum ist 22qm (wenn auch deutlich schlechter gedämmt als ein modernes Haus). Aber unter 0°C kann mans einfach vergessen, bei -10°C und wenn deine dann noch alle 30min abtaut (ich taue normal garnicht ab, große Verdampfer + starke Lüfter) wird da vermutlich das an elektrischer Leistung reingehen was du wieder rausziehst. COP = 1, schalte lieber deinen Heizstab ein

    Zu den anderen WP kann ich nicht viel sagen, da ich keine eigenen Erfahrungen habe. Grundsätzlich würde ich da aber bei den (allesamt nicht billigen Varianten Grundwasser, Tiefenbohrung, Oberfläche) zu einer ausgefeilteren Anlage raten und nicht zum Split- Umbau. Was an Splitanlagen zu verändern ist extrem nervig weil das Gehäuse einfach eng ist. In den günstigen Modellen sind zudem nicht unbedingt die besten Verdichter verbaut. Es soll ja schließlich auch einige Jahre laufen...
    Da kenne ich leider nicht allzuviele dokumentierte Projekte im Netz. Aber mit einem hübschen Copeland Scroll, nem EEV (sau teuer/ schwer zu bekommen) und vernünftigen PWT (vergiss die China Teile für solche Anwendungen, auch SWEP sind bezahlbar in der Bucht) lässt sich das schon umsetzen.

    Aufjedenfall ist eine Grundwasser Wärmepumpe genehmigungspflichtig (Wasserbehörde) und für neu inbetriebgenommene Anlagen ist da der von Unrockstar angesprochene "zweite Kreis" erforderlich. Lässt sich im Netz nachlesen. Zusammen mit dem Kalk/ Schmutz Problem (das Problem tritt manchmal erst nach Jahren auf, oder dass der Brunnen nichts mehr liefert usw.) ist das je nach sonstigen Möglichkeiten auch nicht gerade attrativ. Ansonsten gibts da aber auch Anlagen die seit 20 Jahren problemlos laufen.

    Was du auch noch bedenken solltest ist dass für "Wärmepumpenstrom" (ohne den lohnt sich das ganze nicht so wirklich) ebenfalls eine Abnahme von einem Elektrofachbetrieb des EVU nötig ist, bzw. an die ChemOzonSchichtV denken

    Dass im Artikel nichts von Absaug- bzw. Entsorgungsgeräten steht hat ganz einfach den Grund dass der nicht für solche "Service" Arbeiten gedacht ist, hat ganz einfach rechtliche Gründe. Du darfst "einfach so" nur mit natürlichen Kältemitteln wie R290, R600a usw. arbeiten. Aber ich weiss dass wir so ziemlich das einzige Forum im Netz sind wo diese Themen nicht beherrschend bei solchen Bastelprojekten sind und so solls auch bleiben.

  7. #7
    Benutzer Avatar von Mr. Ka
    Registriert seit
    11.07.2010
    Ort
    Freising, Bayern
    Beiträge
    45

    Standard

    sehr interessantes projekt =)

    ich fange zwar grad erst an mit kältetechnik aber wenn ich n bisschen erfahrung gesammelt habe, wollte ich mir auch ne kleine wärmepumpe fürs warmwasser-aufheizen im sommer und heizen (übergangszeit sommer-winter) baun =) also bitte mehr davon^^

  8. #8
    Team EC Avatar von UnRockStar
    Registriert seit
    13.10.2005
    Ort
    Odenhausen Hessen Nähe Giessen
    Beiträge
    4.698

    Standard

    Zitat Zitat von august123 Beitrag anzeigen
    Du darfst "einfach so" nur mit natürlichen Kältemitteln wie R290, R600a usw. arbeiten.
    Nene Kälteanlagen egal welcher art dürfen nur von Fachkundigen gebaut werden .. Offiziell.
    sind Druckgasanlagen dafür brauchst nen schein

    aber soll mir mal schnuppe sein


    Patrick ich mein er könnte zum abtauen einfach das 4 Wege Ventil umschalten.
    wenn er eine Split hat die er zum heizen umgebaut hat, dann muss im AG auch ein Solches Ventil vorhanden sein.
    Bitte ein Bit(zer)

  9. #9

    Standard

    ich meinte speziell die F- Gase- Verordnung, natürlich gibts noch paar mehr Vorschriften. Ich persönlich sehe die F- Gase V. aber am kritischsten, vorallem auch in Bezug auf die Beschaffung der KMs. Den Rest bekommt man ohne Schein fast überall.
    Und arbeiten darf man mit R290, R600a usw. trotzdem, da darfst machen was du willst damit. An Grill anschließen, in Luft abblasen, für Brenner nehmen usw. Hab ich von was anderem gesprochen?

    Klar kann man mit 4 Wege Ventil abtauen, damit man da aber richtig Leistung draufbekommt wird der Verflüssiger (dann Verdampfer) innen aber wieder ganzschön kalt und die Energie is futsch, das ist in dem Fall der Heizungskreislauf, die Umwälzpumpe muss laufen sonst friert nur der PWT ein.
    Deswegen möglichst wenig abtauen bzw. kurz, was man eigentlich nur durch den Aufbau vom Verdampfer (Lamellenabstand, Größe usw.) in Griff bekommt.

  10. #10
    Team EC Avatar von UnRockStar
    Registriert seit
    13.10.2005
    Ort
    Odenhausen Hessen Nähe Giessen
    Beiträge
    4.698

    Standard

    natürlich muss die Umwälzpumpe laufen.

    ich würd die Umwälzpumpen für das gebäude in der zeit abschalten und nur mit der Pumpe Über den Puffer Fahren.

    so ist der verdampfer ruck zuck wieder eisfrei

    und ob das wasser sich wieder ein wenig abkühlt ist ja egal.

    den kreislauf umkehren ist energietechnisch besser.
    Bitte ein Bit(zer)

  11. #11
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    30.07.2007
    Beiträge
    204

    Standard

    ...und für neu inbetriebgenommene Anlagen ist da der von Unrockstar angesprochene "zweite Kreis" erforderlich. Lässt sich im Netz nachlesen.
    Seit ich euch da ganz sicher? Ich kenne das nur so, das ein spezieller Niederdruckschalter (irgendwas speziell zugelassenes) vorhanden sein muss, der die Anlage bei Undichtigkeit abschaltet.

    Wenn tatsächlich ein Zwischenkreis gefordert wird würde das mein geplantes Konzept über den Haufen werfen. Deshalb würde mich die Quelle sehr interessieren.

  12. #12

    Standard

    ich habe wie gesagt sehr schlechte Erfahrungen bzgl. Außengeräte- Verflüssigern und den einfachen Abtaumechanismen gemacht, vorallem wenn es richtig kalt ist (-5 bis -15°C). Zu enge Lamellen, unterer Bereich vereist und bildet Eispanzer usw.

    Das mit dem Zwischenkreislauf lässt sich wohl am sichersten von der zuständigen Behörde erfahren. Ein wenig dazu steht auch hier drin, wobei es um Wasserschutzgebiete geht:
    http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de...ermepumpen.pdf

  13. #13
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    17.01.2011
    Beiträge
    28

    Standard

    Zitat Zitat von august123 Beitrag anzeigen
    von einer Luft- Wärmepumpe zur Grundbeheizung eines Wohnhauses wird dir wohl jeder abraten, weil es einfach hinten und vorne nicht reicht in unserer Klimazone. Schon garnicht bei einer so kleinen Anlage...
    Nun, wie beschrieben, die Anlage beheizt seit 2 Monaten erfolgreich mein Haus, teilweise auf 25°C auch bei -14°C Außentemp. Zwar nur 80-90qm aber das Haus ist auch erst halb fertig und ich wäre weit entfernt von der Aussage "reicht hinten und vorne nicht". Es kommt auf den Wärmebedarf an, der ist nunmal in einem Haus mit Heizlast von 6,5kW und einer kontrollierten Lüftung mit WRG sehr niedrig.

    Wer meinen Erstbeitrag richtig gelesen hat, weiß daß ich längst mittels 4-Wege-Ventil mit Heißgas = Umkehrbetrieb abtaue, die Wärmeentnahme aus dem Warmwasserpuffer ist minimal, ne andere Möglichkeit kommt ja kaum in Frage, nur bei >10° AT könnte man nur mit Lüfter abtauen aber da vereist normal auch nix weil der Verdampfer kaum unter 0° wird.

    Bei -10°C und wenn deine dann noch alle 30min abtaut (ich taue normal garnicht ab, große Verdampfer + starke Lüfter) wird da vermutlich das an elektrischer Leistung reingehen was du wieder rausziehst. COP = 1, schalte lieber deinen Heizstab ein
    Da vermutest Du falsch, denn das Abtauen dauert grad mal 1-2 Minuten. Der COP wird nie schlechter als 2.0 und ist damit immer noch halb so teuer wie ein Heizstab.

    Was du auch noch bedenken solltest ist dass für "Wärmepumpenstrom" (ohne den lohnt sich das ganze nicht so wirklich) ebenfalls eine Abnahme von einem Elektrofachbetrieb des EVU nötig ist
    Ja und, was soll der Elektriker groß abnehmen? WP steckt in einer Steckdose, er kann das Gerät ja gerne auf Isolierwiderstand/Fehlerstrom messen wenn er will. Aber die Frage stellt sich hier nicht denn der WP-Tarif des Grundversorgers ist teurer als Normalstrom eines Direktanbieters, und WP-Tarife bei Direktanbietern sind sehr selten.

    Dass im Artikel nichts von Absaug- bzw. Entsorgungsgeräten steht hat ganz einfach den Grund dass der nicht für solche "Service" Arbeiten gedacht ist
    Gerade beim Basteln und Experimentieren ist es doch sehr wichtig daß eine Möglichkeit besteht, eine einmal zusammengebaute und befüllte Anlage auch wieder zu leeren, damit man sie wieder umbauen kann. Ich hatte mal vor Jahren einen Hobby-Kälteklaus gesehen, der sich ein privates Absauggerät aus einem alten Verdichter gebaut hatte. Das wär evtl ne ganz gute Lösung, muß ja nur irgendwie das KM in die Flasche drücken können, natürlich unter Beachtung daß die Flasche nicht überfüllt wird sonst... bumm ;-)

    Die Frage mit der Zulässigkeit von "Brunnenwasser und Kältemittel in einem PWT" ist immer noch offen, ich hoffe da meldet sich jemand mit einer überprüfbaren Quelle. Bei der Direktverdampfer-Technik (Kupferrohre im Erdreich als Erdkollektor) ist tatsächlich nur R290 (Propan) zugelassen, soweit ich weiß, was aber an den wesentlich längeren und zerbrechlicheren Rohren in der Erde liegt, der PWT ist hingegen wesentlich besser geschützt.

    Gruß,
    Ethan
    Geändert von arnolde (18.01.2011 um 23:43 Uhr)

  14. #14

    Standard

    man findet im forum viel zum absaugen wir wollen nur nicht explizit im Werkzeugbereich drauf hinweisen

  15. #15

    Standard

    oben schreibst du bei -10°C reicht die Leistung nicht und taut zu häufig ab, keine Ahnung was jetzt ist. Fakt ist aber, dass unter dieser Temperatur die Leistung eben sehr stark zurück geht und wir haben nicht selten für mehrere Wochen Temperaturen unter -10°C in Deutschland. Weiss jeder der sich schonmal die Kälteleistung von Verdichtern angeschaut hat.
    Die restlichen Punkte habe ich nur zu bedenken gegeben, du lieferst ja ansonsten nicht viele Infos.

    Und wenn du jetzt glaubst dass sich hier einer den genauen Gesetzestext besorgt zu Grundwasser- WPs, um dir eine "überprüfbare Quelle" zu geben, dann liegst du glaube ich falsch. Es ist deine WP und keiner hier will hinterher den Ärger wenn es doch falsch war. Es ist defintiv was dran wie du in der verlinkten PDF ersehen kannst, da würde ich mich mal schlau machen.

  16. #16
    ECrew Forum Avatar von Patrickclouds
    Registriert seit
    06.05.2005
    Beiträge
    3.834

    Standard

    zum absuagen kann man einfach nen verdichter nehmen.
    etwas professioneller wird es wenn man noch nen verflüssiger und ölabscheider einbaut.

    http://www.extremecooling.de/forum/t...cyclingeinheit
    http://www.extremecooling.de/forum/t...ingger%C3%A4ts

  17. #17
    Team EC Avatar von suction
    Registriert seit
    24.04.2006
    Ort
    between Koblenz Wiesbaden
    Beiträge
    481

    Standard

    Hi

    Willkommen im Forum !!

    Die Leuts haben ja schon alles soweit durch denke Ich.

    Nur eins noch bei eine Luft Wasser Wärmepumpe nimmt mann keine Klima Außeneinheit mit R407

    Wiederspruch 1 Klima nicht für den Bereich ausgelegt.
    Wiederspruch 2 Außeneinheit das ist leider die allgemeine Verdummung das fängt beim Lamellenabstand an und hört beim Kältemittel auf !!
    Kalt ist es am Nordpol

  18. #18
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    17.01.2011
    Beiträge
    28

    Standard

    Zitat Zitat von Patrickclouds Beitrag anzeigen
    etwas professioneller wird es wenn man noch nen verflüssiger und ölabscheider einbaut.
    Cool, genau an sowas hatte ich gedacht, danke für die Links!

    Wozu eigentlich 2 Ölabscheider? Eins vor der Flasche, damit das KM in der Flasche möglichst ölfrei ist, verstehe ich. Aber der andere?

  19. #19
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    17.01.2011
    Beiträge
    28

    Standard

    Zitat Zitat von suction Beitrag anzeigen
    Nur eins noch bei eine Luft Wasser Wärmepumpe nimmt mann keine Klima Außeneinheit mit R407
    Sondern?

    Ist bei R401A Geräten der Lamellenabstand etc. denn anders/besser?

  20. #20
    Team EC Avatar von toaster
    Registriert seit
    25.02.2007
    Beiträge
    1.955

    Standard

    Zitat Zitat von august123 Beitrag anzeigen
    Und wenn du jetzt glaubst dass sich hier einer den genauen Gesetzestext besorgt zu Grundwasser- WPs, um dir eine "überprüfbare Quelle" zu geben, dann liegst du glaube ich falsch. Es ist deine WP und keiner hier will hinterher den Ärger wenn es doch falsch war. Es ist defintiv was dran wie du in der verlinkten PDF ersehen kannst, da würde ich mich mal schlau machen.
    ich hab den thread heute morgen per iphone in der schule gelesen und musste natürlich direkt mal nachfragen

    es ist definitiv nicht erlaubt. es wird ein sekundär kreis benötigt, wie unrockstar auch schon sagte!
    Geändert von toaster (19.01.2011 um 16:30 Uhr)

  21. #21
    ECrew Forum Avatar von Patrickclouds
    Registriert seit
    06.05.2005
    Beiträge
    3.834

    Standard

    Zitat Zitat von arnolde Beitrag anzeigen
    Cool, genau an sowas hatte ich gedacht, danke für die Links!

    Wozu eigentlich 2 Ölabscheider? Eins vor der Flasche, damit das KM in der Flasche möglichst ölfrei ist, verstehe ich. Aber der andere?
    einer muss nach dem verdichter kommen um das öl rauszufiltern, bevor es verflüssigt wird. und der andere wird vor den ansaugstutzen des verdichters gehängt um zu verhindern, dass öl aus dem abzusaugenden kreislauf sich mit dem öl der absauganlage vermischt und damit der verdichter kein flüssiges km ansaugt. also dient der dann als ölabscheider und als flüssigkeitsabscheider zwischen absauggerät und abzusaugender anlage.

  22. #22
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    17.01.2011
    Beiträge
    28

    Standard

    Patrick: Läuft der Verdichter denn nicht irgendwann trocken, wenn er kein Öl zum Ansaugen bekommt und das rausgepumpte Öl auch nicht mehr zurückkommt?

  23. #23

    Standard

    auf den Abscheider vor dem Verdichter kann man verzichten, wenn man einen alten Verdichter nimmt. Theoretisch ersauft er dann zwar irgentwann im Öl, aber meist sind so kleine Kapseln günstiger als Ölabscheider. Ich betreibe meine Absauganlage seit 3 Jahren ohne, keine Probleme.
    Der Seperator in der Heissgasleitung vom Verdichter gibt das Öl über ein Schwimmerventil oder per Handventil zurück in den Ölsumpf der Kapsel. Also zuwenig kann er nicht bekommen.

  24. #24

    Standard

    Zitat Zitat von arnolde Beitrag anzeigen
    Sondern?

    Ist bei R401A Geräten der Lamellenabstand etc. denn anders/besser?
    nein aber bei richtigen Luft Luft Wärmepumpen ist er Größer
    ist auch irgendwo logisch wenn sich eine Eisschicht bildet führt das nicht zu sofortigem zugefrieren.
    und wärme = Bewegung ein Warmer Radiator von dem will die Luft weg nach oben an einem kalten steht sie somit eher im Radiator

    deshalb gibt es Verdampfen (wie sie bei Wärmepumpen heißen weiß ich nicht fals sie einen anderen nahmen habem) und Radiatoren
    Geändert von teurorist (19.01.2011 um 17:21 Uhr)

  25. #25

    Standard

    es geht auch nicht nur um den Aufbau des AG, sondern auch um die Eigenschaften des KM. R407C war und ist nunmal nur ein Ersatzkältemittel für R22 mit all seinen Schwächen. Bei mir läuft auch R407C in der WP, da ich einen umgerüsteten Verdichter einsetze... Bei Neuanlagen und vorallem käuflichen Splits der Oberklasse/ Wärmepumpen mit Luft als Wärmeträger aber fast überall R410A eingesetzt.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •