Also erst mal Respekt an die Leute hier im Forum und die Projekte die ich mir bis jetzt angucken konnte, ihr baut teilweise echt krasse Scheisse zusammen
Nun zu meinem Problem.
Zur Vorgeschichte: - 2010
Letzten Sommer bin ich zuhause fast vor Wärme verreckt. Im Büro herrschen in der gesamten Etage ~23°C und sobald man die Wohnung betritt meinte ich mich in der Saune wiederzufinden.
Die gedachte Idee war also: Klimaanlage kaufen. Auch wenn mein Vermieter wahrscheinlich nichts dagegen hätte widerstrebt es mir eine Klimaanlage fest einzubauen, ich wohne ja nur zur Miete.
Die Mobilen Klimas in den lokalen Baumärkten waren zu dem Zeitpunkt entweder zu teuer, ausverkauft oder gefielen mir nicht.
Meinen Vermieter darauf angesprochen zog der eine alte Einhell Mobile Split Klima aus der Ecke. Da das Ding jahrelang im Schuppen in 2 Teilen gelagert wurde ahnte ich Böses. Tatsächlich tat sich nicht viel. Lüfter und Kompressor lief an, Gasaustausch war zu hören aber an der Temperatur tat sich nix.
Vermutete Diagnose: Kühlmittel durch die 1000% dichten Schnellverschlüsse und korrekte Lagerung in Atmosphere entfleucht.
Erste Idee: Kühlmittel auffüllen. Das ganze Gehäuse zerlegt, Schrader Ventil gefunden und Zaghaft auf Druck geprüft - Irgendwas ist noch drin und Zugang wäre möglich.
Also das Kälte-Treffpunkt Forum durchgeackert... Festgestellt, dass R22 auf dem Typenschild steht und Rummfummeln an Klimatechnik ohne 5kg-Schein extrem ungern gesehen wird.
Alternative Kühlmittel Recherchiert: R134a... Die Tatsache, dass das Hauptbestandteil von Kälte Super 75 ist und in Form von Druckfanfaren bei Fußballspiel wahrscheinlich Tonnenweise freigesetzt wird lassen die Gesetzlichen Grundlagen für mich fragwürdig erscheinen.
Zufällig wurde ich Zeuge einer fachgerechten Demontage eines Kühlschrankes durch den örtlichen Schrottsammler der mal eben mit der Knipex das Kühlmittel abgesaugt und entsorgt hat um den Kompressor in eine Tonne auf dem LKW zu befördern in der ihn schon einige Artgenossen freudig begrüßten: *plonk*.
Die Tatsache, dass ich im Baumarkt nichts fand womit ich eine Kälte 75 Dose an das Schraderventil sicher hätte anbringen können ließ mich trotz Tatendrang zum Reißbrett zurückkehren.
Ich verbrachte den restlichen Sommer mit viel Eis und Schwitzen bei dem Gedanken vielleicht für nächstes Jahr vorzusorgen.
2011
Die Pläne zur Wiederinbetriebsetzung des uralt Mobilsplits werden aus der Schublade gekramt... Nach Auffrischung meiner Thermodynamischen Grundkenntnisse und Evaluierung aller Parameter komme ich zu dem Schluß, dass eine Umgehung der F-Gase Verordnung mit dem aktuell vorhandenem Gerät nicht möglich ist da ich es für eine bescheuerte Idee halte einen alten R22 Verdichter mit Propan zu füttern das ja ähnliche Eigenschaften besitzt was die Verdampfungstemperatur betrifft.
Trotz aller Liebe zum Basteln und für günstige Lösungen möchte ich mich halt ungern in die Luft sprengen.
Insbesondere das Studium diverser Threads aus diesem Forum (5 Stages für LN2) bringt mich dazu alles neu auf den Tisch zu werfen.
Ich bezweifle, dass selbst wenn das alte Moped wieder rennt dieses in der Lage ist die Kühllast in meiner Wohnung zu halten.
Meine Wohnung besitzt einen Zentralen Flur (12qm). Die Zimmer in denen Kälte Benötigt wird sind Wohn- und Schlafzimmer mit je 16qm. Deckenhöhe 2.4m.
Ach, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:
Also die Idee ist das Gästezimmer als Geräteraum zu nutzen da dort auch das Fenster aufbleiben kann und von da aus den Flur mit Kaltluft zu Fluten und die Türen zu Wohn und Schlafzimmer aufzulassen.
Eine überschlägige Kühllastberechnung bringt mich auf minimum 2.8kW. Das ist ein Wert bei dem die meisten Baumarktgeräte ja schon auf der Strecke bleiben.
Das Schlafzimmer geht nach Westen rauf und ab 5 Uhr steht die Sonne auf den großen Fenstern, die Kühlung muss also durchlaufen und entsprechend Leise sein.
"Injektion" in den Flur könnte über Lüftungsöffnungen in der Tür gehen.
Diese haben eine Fläche von je 280cm² wodurch Kalte Luft unten ein und oben Warme Luft abgesaugt werden könnte. Dadurch können Lüfter und Verdichter im Gästezimmer werkeln was die Lautstärketoleranz etwas anhebt. Auch ist gedacht die Luft durch Pollenfilter zu schieben und mit etwas Aussenluft aufzufrischen so dass ich im Sommer die Fenster nicht aufmachen muss (Allergiker).
Was ich letztes Jahr gemerkt habe ist, dass Lüften fast nix gebracht hat weil irgendwann das Haus so warm war, dass es die Luft sofort wieder erhitzt hat.
Über Nacht Fenster auflassen tötet mich wenn ich nicht mindestens 3 Cetirizin einwerfe ist also leider auch keine Option.
Nun zu meinem Dilemma: Fang ich an und berechne und Baue eine Anlage zusammen die exakt meinen Bedürfnissen entspricht, gehe ich doch in die Richtung Split mit 2 Innenraumgeräten oder hol ich mir im Baumarkt son 08/15 Ding oder schuster ich gar das olle Moped wieder so zusammen dass es kühlt und hoffe auf das beste.
Equipment zum Löten und einige Schutzgase würd ich wahrscheinlich in der Firma benutzen können (Wir haben Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Propan, Acetylen und der Linde Laster kommt fast jede Woche) aber alles Kälteequipment wie Monteurhilfe, Vakuumpumpe oder eine Möglichkeit das Kältemittel wieder aus dem Kreislauf zu entfernen und zu Speichern fehlen mir.
Wer es bis hier hin geschafft hat hat bestimmt eine Idee zu dem Thema, vielleicht überseh ich etwas oder gehe da ganz falsch ran![]()



) bringt mich dazu alles neu auf den Tisch zu werfen.
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