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Thema: Heizungsunterstützung

  1. #1
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    Standard Heizungsunterstützung

    Zunächst erst mal ein „Hallo“ in die Runde.

    Hallo!

    Aber nun zu meinem Gedankengang der mich beschäftigt, den ich jedoch aus eigener Kraft (Wissen) nicht werde lösen können. Ich erhoffe mir daher Eure Hilfe.

    Folgendes, wir sind daran an unser Zwei-Familien-Haus (2x90m²) einen 80m² Anbau zu Planen zwecks Unterbringung von Garage und Werkstatt.

    Bilder:
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    Wie auf diesen, so hoffe ich, zu sehen ist steht uns neben der Dachterrasse eine Fläche von 4,30m x 9,80m zu Verfügung die nicht beschattet ist und daher zur Solarnutzung angedacht ist. Des weiteren ist eine 15m³ Zisterne unter dem Anbau geplant.
    Da die „Solarfläche“ wesentlich größer ist wie zur Bereitung von warmen Brauchwasser für 4 Personen notwendig spielen wir (besser ich) mit dem Gedanken unsere Öl-Heizung mit Sonnenenergie zu unterstützen.
    Meine Idee ist es die Kollektorfläche zu vergrößern, die Zisterne zu unterteilen, zu Isolieren, und als Pufferspeicher zu Nutzen. Um die gespeicherte Energie best möglich auszuschöpfen kam mir der Gedanke eine Wärmepumpe einzusetzen um die Wärme in einem Handelsüblichen Solarspeicher von 750 Litern zu konzentrieren.
    Meine Frage an Euch: Macht der Gedanke überhaupt ansatzweise Sinn, oder laufe ich da energetisch oder, und wirtschaftlich völlig aus dem Ruder?

    Ich hoffe Ihr könnt mir da weiter helfen, damit ich meine Idee entweder weiter verfolgen oder einfach verwerfen kann.

    Gruß Andy
    Geändert von Andy (11.05.2011 um 08:08 Uhr)

  2. #2

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    Willkommen im Forum

    Zu deinem Vorhaben, ich denke nicht dass du eine normale Regenzisterne so effektiv dämmen kannst dass sich die Speicherung von Heisswasser lohnt. Da müsste man wohl schon auf geeignete Pufferspeicher zurückgreifen oder andere gedämmte Speicher umzufunktionieren.
    Ansonsten musst du natürlich noch die nötigen Vorlauftemperaturen bedenken... Das wäre ja eine Art Saisonspeicher?

  3. #3
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    Schönen Dank.

    20 cm Neopor an jeder Wand, Decke und Boden sollten eigentlich ausreichen, wenn nicht noch mal 10 cm draufpacken. Die Blase die zur Dichtigkeit führt kann ich ja anpassen. Mit der Vorlauftemperatur sehe ich auch ein Problem da wir mit 65°C fahren. Saisonspeicher? Meinst du jetzt für die Übergangszeit und ein paar kalte Tage Zwischendurch in der Nichtheizperiode? Dann ja, Saisonspeicher!
    Geändert von Andy (11.05.2011 um 15:18 Uhr)

  4. #4

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    die Frage ist ob dir deine Solarkollektoren den Speicher in dieser Zeit (nicht unbedingt riesige Erträge) wieder aufwärmen. Es gab dazu mal eine Rechnung im TK- Forum, die das recht gut gezeigt hat dass es in unseren Breiten fast nicht zu machen ist, ohne dass der Aufwand gesprengt wird. Ich suche den Link per Gelegenheit, das sah aber echt nicht prickelnd aus.

    Ohne weiter drüber nachzudenken: Moderne Gas- Brennwertherme oder richtige Erdwärmepumpe (GW, Tiefenbohrung, Oberfläche, je nachdem) sollte da einfach besser sein. Besonders wenn eh größere Umbauten anstehen.

  5. #5
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    Da ist wohl was dran, aber leider gibt es noch den Faktor "verfügbares Kapital". Die Umbauten stehen zu dem nur außerhalb des bestehenden Gebäudes an, sprich die Öl-Heizungsanlage an sich bleibt.

  6. #6
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    Bei nur 15t Wasser Beträgt der Nutzbare Energiegehalt des Speichers für 65° Vorlauf gerade mal 700kWh (Bei angenommenen 40°C Entnahme von 95°C auf 55°C herunter). Am meisten bringt dann eine Absenkung der Vorlauftemperatur auf 30-40°C.
    Ob das etwas bringt hängt stark vom Heizwärmebedarf ab.... Kannst ja mal bei Jenni gucken ob das realisierbar ist: http://www.jenni.ch/index.html?HDG.htm
    Gute Solarkollektoren sind jedoch nicht billig und benötigen weitere Schutzvorrichtungen.

  7. #7
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    Es wären keine 15t sondern nur ca. 6t Wasser da ich auf den Rest als Regenwasserspeicher nicht verzichten kann oder will. Mit der Vorlauftemperatur kann ich auch nicht mehr viel tiefer gehen. Das entspräche dann nach Deiner Rechnung 280 Kwh sind ca. 5 Tage heizen. Na prächtig.

  8. #8

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    wie erreicht man 95°C Vorlauf mit Solar im Spätherbst?

  9. #9
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    Eventuell wenn ich noch einen wasserführenden Kaminofen mit dran basteln würde, vielleicht ??? Aber da wäre dann der 6000l Speicher etwas überdimensioniert.
    Geändert von Andy (11.05.2011 um 18:45 Uhr)

  10. #10

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    Kannst dir ja ausrechnen was der noch an Leistung reinschieben muss von ca. 55-65°C auf 95°C. Abzüglich Speicherverluste und Kosten der Solaranlage (20-30k€?) heizt du dann wahrscheinlich doch günstiger direkt mit Holz. Hat wohl schon seinen Grund warum in unseren Breiten eigentlich nicht mit Solar geheizt wird, das klingt zwar spannend is aber bei genauerer Betrachtung meist unwirtschaftlich. Wir hatten das vor Jahren auch überlegt, sind aber dann beim Brauchwasser geblieben.
    Eine genaue Kalkulation würde mich aber auch interessieren, da kann ich aber leider nicht behilflich sein.

  11. #11
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    Zitat Zitat von august123 Beitrag anzeigen
    wie erreicht man 95°C Vorlauf mit Solar im Spätherbst?
    Vakuumkollektoren schaffen das, damit die Anlage aber den Speicher auch im November noch beheizt bekommt müsste man diese Gnadenlos überdimensionieren. Dir als Kältebauer dürfte aber auch Klar sein, dass zu einer Temperatur auch ein Massestrom gehört. -50°C Erreiche ich auch mit Peltiers, die Schaffen dann aber auch nur 20W Leistung

    Also bei den Vorraussetzungen würd ich Vorschlagen die Isolierung ums Haus zu pappen, das kommt Billiger und hat den früheren ROI.

  12. #12
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    Ohne neu Fenster, Kellerisolierung, Zwangsbelüftung und massieven Umbauten am Dach (fehlender Dachüberstand an den Giebelwänden) is da nix mit einfach draufpappen und früheren ROI!!! Glaub mir, so schlau bin ich auch. Allerdings wird das mit der Heizungsunterstützung schon ein wenig eng so wie das aussieht.

  13. #13

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    naja, wir haben 40 Vakuumröhrenkollektoren aufm Dach mit 400l Speicher, im Sommer geht das vielleicht, aber im Herbst merkt man schon für Brauchwasser dass die Tage kürzer werden. War also auf übliche Dimensionierung bezogen, sinnvoll ist es doch einfach nicht möglich 95°C zu fahren, oder?
    Bin kein Heizungsprofi.

  14. #14
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    Nein, das kann man vergessen... vor allem bei der Vorlauftemperaturanforderung des Heizkreises... über eine Wärmepumpe könnte man die Energie in einem solchen Speicher auf brauchbares Niveau Pumpen, damit hat man dann aber eigentlich nur nen extrem Teuren Luftwärmetauscher mit einem so breiten Temperaturspektrum (-10°C - +95°C) dass man da keine Wärmepumpe vernünftig auslegen könnte. Im Garten ne Soleleitung zu verbuddeln und von 10°C Hochzupumpen wäre ja leider auch keine praktikable Lösung.

    Für Brauchwasser kann man den Bedarf ja relativ gut mit so kleinen Speichern abdecken über den Sommer aber keins der Systeme die ich gefunden habe rechnet sich Wirtschaftlich. Der ROI für diese Anlagen liegt zumeist bei 20-30 Jahren was mal gerade so der erwarteten Lebensdauer entspricht, die oft in Werbung versprochenen Einsparungen sind oft herbeigerechnet durch Massiv ansteigende Energiepreise bzw Kaschiert durch den gleichzeitigen Einbau einer Brennwerttherme.
    Mein Fazit zur Solarthermie: Gut für die Umwelt, schlecht für den Geldbeutel.

  15. #15
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    Das mit der Wärmepumpe ist jetzt auch das einzige was mir noch die eigentlichen Kopfschmerzen bereitet. Wie ich ja schon beschrieben habe war das auch die Idee. Aus dem 6000 Liter-Puffer die mäßige Temperatur entnehmen und in einem kleinen Speicher der im Rücklauf der ZH eingebunden ist die Wärme zu komprimieren.

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