Hallo erstmal an alle,
super Forum habt ihr hier, ich habe schon Tage hier mit Lesen zugebracht und viel über Kältetechnik gelernt.
Mit PC-Kühlung habe ich zwar nichts am Hut, aber ich habe zu anderen privaten Zwecken (Chemie) Interesse an Kleinkälteanlagen und möchte daher ein wenig auf diesem Gebiet basteln.
Dies ist meine erste Anlage, ein Eintauchkühler für Kältebäder, dessen Aufbau mit flexibler Saugleitung an eine Singlestage angelehnt ist, aber zur Kühlung von Flüssigkeiten dienen soll und deshalb ein Chiller ist.
-Kompressor: NP14FB
--> da ich eh kein anderes KM als Propan in diese Anlage füllen will, wählte ich einen Kompressor mit Mineralölfüllung damit ich mir bei eventuellem häufigerem Öffnen des Kreislaufes keine Sorgen wegen Säurebildung machen muss.
-Verflüssiger: Rivacold 0,72kW (scheint ziemlich überdimensioniert zu sein, selbst wenn der Lüfter mit stark reduzierter Drehzahl läuft wird er kaum warm)
- Schauglas (muss sein! Ich will optisch sehen können wieviel Flüssigkeit durchläuft, und wann die Füllmenge optimal ist)
-Filtertrockner 30g
-Kapillarrohr 0,8mm 380cm
--> das kommt euch vielleicht deutlich zu lang vor, aber nur hiermit wird die zu kühlende Flüssigkeit zuverlässig -40°C kalt. In einem vorherigen Versuch mit 300cm Kaprohr war die Kälteleistung (Abkühlgeschwindigkeit) zwar höher, aber -40°C wurden nicht zuverlässig erreicht, und diese Temperatur zu erreichen ist mir wichtig.
Die Anlage ist auf ein Holzbrett geschraubt:
Der Verdampfer und die Befestigung der Saugleitung- das Kaprohr ist im Inneren verlegt:
Befüllung:
Drücke im Betrieb:
-0,2 bar ND
8 bar HD
1kg Ethanol auf dem Magnetrührer, mit Digitalthermometer bei -41°C:
Da meine Vakuumpumpe nur 4mbar erreichte, brach ich das Vakuum einmal mit Propan und evakuierte erneut, um dann bei der Befüllung einen ausreichend geringen Fremdgasanteil zu haben.
Befüllt habe ich auf 4 bar statisch im Stillstand, damit vereist die Saugleitung im Leerlaufbetrieb nur im ersten Drittel.
Wenn der Verdampfer im noch warmen Bad hängt, also unter Last, läuft das Schauglas nach einer Weile gerade bis zum oberen Rand mit KM voll. Somit ist der Filtertrockner ganz mit Flüssigkeit gefüllt, und ich habe am Verflüssigerausgang kaum Unterkühlung.
Ist das Bad dann auf -40°C, ist das Schauglas leer, und man sieht das flüssige KM ständig von oben nach unten durchplätschern. Somit befindet sich dann das KM großteils in flüssigem Zustand im Verdampfer und in einem Teil der Saugleitung.
Lässt man die Anlage längere Zeit unbenutzt stehen, sinkt der statische Druck auf 2-3 bar. Wenn man dann anschaltet, zieht die Anlage erstmal saugseitig ins tiefe Vakuum (-0,7 bar ND) und fängt erst nach ca. 3 Minuten an zu kühlen. Dann läuft bei Last nach einigen Minuten das Schauglas voll und die Drücke nehmen die oben genannten Werte an.
Ich denke das liegt daran, das sich im Stillstand das KM im Öl löst und nach dem Einschalten erstmal durch das Vakuum und die Erwärmung des Motors ausgetrieben werden muss damit es dem Kreislauf zur Verfügung steht.
Was mich etwas ärgert ist das billige, recht steife Solar-Edelstahlwellrohr von ebay. Ich habe DN12 verwendet da ich übersehen hatte dass man DN8 verwenden sollte.
Vielleicht ändere ich das irgendwann noch.
Hat jemand eine Quelle für qualitativ hochwertiges Wellrohr mit Drahtgewebe-Umhüllung?
Kommentare und Meinungen erwünscht!


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