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Thema: Luft/Wasser WP mit EEV pendelt

  1. #1
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    Standard Luft/Wasser WP mit EEV pendelt

    Hi,

    Wir haben eine Ochsner GMLW25+ und einen Millenium Split-Verdampfer mit elektronisch geregeltem Expansionsventil.

    Unser Problem ist, dass unter ca. 3° AT der Kältekreislauf zu pendeln beginnt, die Spreizung zwischen VL/RL schwankt mit einer Zykluszeit von 1-3min zwischen 4.5 und 5.3° - die Leistungsabgabe der Wärmepumpe schwankt also um 15%. Wenn die Spreizung bei 4.5° ist, hört man ein Zischen am Innengerät, ist die Spreizung bei 5.3 arbeitet die Anlage flüsterleise bis sie nach 10-30s wieder abfällt.
    Bei 5° AT stellt sich ein konstantes, leises Zischen ein und die Spreizung bleibt konstant bei 5.5°.


    Ochsner teilte mir mir auf meine Anfrage folgendes mit:
    Was sie erkennen ist die Arbeit des Expansionsventil. Also normal.
    Aber wäre es nicht die Aufgabe des EEVs eine möglichst kleine Überhitzung zu finden und diesen Wert konstant beizubehalten? Meinen Informationen zufolge stellt man bei TEVs die Überhitzung etwas höher wenn der Kältekreislauf pendelt.

    Inwieweit wirkt sich ein pendelnder Kältekreislauf auf die Effizienz aus? Sollte ich auf einen Techniker bestehen, obwohl laut Ochsner alles in Ordnung ist?

    lg Clemens
    Geändert von Ochse (18.12.2011 um 23:04 Uhr)

  2. #2

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    ist die Anlage denn neu? Was passiert bei höheren bzw. noch tieferen Außentemperaturen?
    Hast du weitere Parameter der Anlage außer Vorlauf und Rücklauf des Wassers? In welchen Betriebsbedingungen (Überhitzung, Verdampfungstemperatur und -druck) die Anlage wirklich läuft kann man nämlich so nicht sagen, da Vor- und Rücklauf noch von vielen anderen Parametern abhängig sind!
    Klingt jetzt aber ansonsten nicht wirklich außergewöhnlich. Jedes Regelventil arbeitet mit einer Hysterese, auch bei TEV kommt es zu diesem Effekt bei manchen Kreisläufen. Allerdings lässt sich bei einem EEV unter Umständen eine bessere Einstellung finden.
    Aber die "Profis" wissen ja auch nicht mehr.

  3. #3
    ECrew Forum Avatar von Patrickclouds
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    Ich wuerde das jetzt noch nicht als pendeln bezeichnen. Denn eine veränderte vorlauf temperatur kann genauso dazu führen, dass sich die werte ändern.und das hätte dann weniger mit dem kälte kreislauf zutun.
    Zudem müsstest du dich an parametern des kälte kreislaufs orientieren um eine aussage treffen zu können. Also die überhitzung.
    Generell ist ein kälte kreislauf etwas träge, daher kann die überhitzung leicht schwanken. Sollte sich aber im rahmen halten und nicht mehrere K betragen. Das eev sollte so schnell die kältemittelmenge anpassen, dass es im betrieb auf dem thermometer kaum auffällt. Außer die last steigt so rasch an, dass der kälte kreislauf wegen falscher auslegung nicht hinterher kommt.

  4. #4
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    Aber die "Profis" wissen ja auch nicht mehr.
    Erwischt - normalerweise cross/poste ich nicht, aber in diesem Fall scheint es einfach schwer zu sein eine Aussage diesbezüglich zu finden.
    Nachdem die Anlage hydraulisch total vermurkst war - und nach meiner Intervention mit Tricks und Kniffen (bei Ochsner als Interessent ausgegeben um Antworten zu bekommen - da ich als Kunde nur abgespeist worden wäre) komplett umgebaut wurde, bin ich einfach schon sehr "sensibilisiert".

    ist die Anlage denn neu? Was passiert bei höheren bzw. noch tieferen Außentemperaturen
    Ja relativ neu, wurde am 28.9 mit Kältemittel befüllt.
    Bei höheren Aussentemperaturen bleit der Kältekreislauf stabil, weniger als -3° hatten wie noch nicht.

    Jedes Regelventil arbeitet mit einer Hysterese, auch bei TEV kommt es zu diesem Effekt bei manchen Kreisläufen.
    Für TEV's habe ich einige Beiträge gefunden, die dieses Phänomen als "pendeln" oder "hunting" beschreiben - und man es beheben kann indem man die Überhitzung geringfügig anhebt bis der Kältekreislauf stabil ist. Angeblich "verschenkt" man durch "pendeln" Verdichterleistung, zumindest geht aus dem Artikel hervor dass dieser Betriebszustand zu vermeiden sei. Auch in einem Danfoss Dokument zu einem EEV wird erwähnt, dass es hunting effektiv verhindert.

    Laut der Aussage von anderen Ochsner GMLW+ Besitzern tritt dieses Verhalten normal nicht auf.
    Leider bin ich kältetechnik-mäßig zu wenig bewandert um wirklich interpretieren zu können wie "schlimm" dieses pendeln in meinem Fall ist - ich werd einfach mal das Schauglas kontrollieren und das Verhalten bei noch tieferen AT beobachten.

    Danke, Clemens

    PS:
    Denn eine veränderte vorlauf temperatur kann genauso dazu führen, dass sich die werte ändern.und das hätte dann weniger mit dem kälte kreislauf zutun.
    Die Werte schwanken mit einer Periodenlänge von 2 minuten, da wir in einen Puffer laden bleibt VL/RL Temperatur als auch Volumenstrom während dieser Zeit konstant. Es schwankt also definitiv die Leistungsabgabe.
    Geändert von Ochse (19.12.2011 um 15:40 Uhr)

  5. #5
    ECrew Forum Avatar von Patrickclouds
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    Bist du sicher, dass man die überhitzung anhebt? Eine vergrößerung der überhitzung würde das pendeln nur verstärken da weniger kältemittel einspritzt.
    Überhitzung ist die differenz zwischen verdampfungstemperatur (abgeleitet vom verdampfungsdruck) und der gemessenen temperatur nacht dem verdampfer. Also müsste man diese verkleinern um ein pendeln zu verhindern.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Patrickclouds Beitrag anzeigen
    Bist du sicher, dass man die überhitzung anhebt? Eine vergrößerung der überhitzung würde das pendeln nur verstärken da weniger kältemittel einspritzt.
    Überhitzung ist die differenz zwischen verdampfungstemperatur (abgeleitet vom verdampfungsdruck) und der gemessenen temperatur nacht dem verdampfer. Also müsste man diese verkleinern um ein pendeln zu verhindern.
    Ja ziemlich sicher.
    Soweit ich den Sachverhalt verstehe kommt das Pendeln davon, dass zu viel Kältemittel eingespritzt wird (zu geringe Überhitzung) und das TEV dann "merkt" dass das Kältemittel nicht genug verdampft, somit regelt es sprunghaft zurück. Hat sich die Situation beruhigt, regelt es wieder auf den Ausgansgwert und das Spiel beginnt von neuem.

    lg

  7. #7

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    im Moment wissen wir noch nicht sicher was genau der Kältekreislauf in der Situation macht. Das ist ja offensichtlich auch eine Luft- Monoblock- WP wenn ich das richtig sehe, d.h. du hattest bei der Installation bisher mit keinem Kältefachbetrieb zu tun oder? Ansonsten würde auf diese Art versuchen, einen Monteur zu erwischen der sich der Sache einmal annimmt und den Kältekreislauf beobachtet. Wobei es meiner Meinung nach nicht unbedingt eine Fehlfunktion/ -einstellung sein muss.
    Das mit dem Pendeln des TEVs kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, allerdings ist das bei TEV doch sehr viel träger als es hier beschrieben beim EEV auftritt. Kommt auch von falsch ausgelegter Düse oder KM Mangel vor dem TEV.
    Trotzdem müssen wir erstmal wissen was das EEV überhaupt macht, dazu muss jemand an den Controller sowie an die ND/ HD Messstellen der Anlage.

  8. #8
    ECrew Forum Avatar von Patrickclouds
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    Eigentlich wäre es genauso anders rum logischer als du es schreibst. Bei höherer verflüssigungstemperatur geht mehr kältemittel durch das expansionsventil. Der kreislauf läuft bei last perfekt. Nun sinkt die außentemperatur, so sinkt der verflüssigungsdruck und es geht weniger kältemittel durch das expansionsventil. hat man nun bei beiden situationen die gleiche anliegende last, so pendelt bei der geringeren verflüssigungstemperatur die anlage.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Patrickclouds Beitrag anzeigen
    Bei höherer verflüssigungstemperatur geht mehr kältemittel durch das expansionsventil..
    Ists nicht umgekehrt - bei höherer Verflüssigungstemperatur geht weniger Kältemittel durch das EV?

  10. #10
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    Nein, der druck ist höher desto höher die verflüssigungstemperatur.

  11. #11
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    Eben - ist der Druck höher, ebenso der Widerstand höher gegen welchen der Kompressor arbeiten muss - daher ist das EEV weiter geschlossen.

  12. #12
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    ja. Aber die anlage beginnt zu pendeln wenn der massestrom nicht mehr ausreicht die last abzufuehren. Und das konnte ich letztens bei einer tev anlage beobachten, dass das ventil bei gesunkener verflüssigungstemperatur und gleicher last nicht mehr so gut nach regeln konnte und die überhitzung um 2-3 K geschwankt hat.

    Du müsstest unbedingt mal die überhitzung an schauen, um zu sehen ob die anlage pendelt.ein temperatur fühler sollte montiert sein da die anlage den für die steuerung des eev benötigt.

  13. #13

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    die Werte wären im Überhitzungsregler abzulesen, aber sicherlich nur in der Service- Ebene.

  14. #14
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    Mit Steigender Verflüssigungstemperatur steigt auch die Leistung des Ventils, da du dann an der Düse eine Höhere Differenz zwischen HD und ND hast.

    Natürlich sinkt bei Hohen verflüssigungstemperaturen die Verdichterleistung aufgrund des Verdichtungsverhältnisses.
    Bitte ein Bit(zer)

  15. #15
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    Wie August schon erwähnt hat, komm ich an die Überhitzungswerte nur in Service-Ebene 3 (Ochsner Kundendienst), obwohl ich schon in Ebene2 war (Systempartner) und ein paar Hysteresen der Hydraulik angepasst habe, trau ich mir Ebene3 aus Garantie-Gründen nicht. Im Handbuch steht ganz klar, dass die Garantie erlischt - wo ich bei Ebene2 noch argumentieren kann, hab ich bei Kältekreislauf-Parameter als Laie ja eigentlich nichts zu suchen

    Das ist ja offensichtlich auch eine Luft- Monoblock- WP wenn ich das richtig sehe, d.h. du hattest bei der Installation bisher mit keinem Kältefachbetrieb zu tun oder? Ansonsten würde auf diese Art versuchen, einen Monteur zu erwischen der sich der Sache einmal annimmt und den Kältekreislauf beobachtet. Wobei es meiner Meinung nach nicht unbedingt eine Fehlfunktion/ -einstellung sein muss.
    Es ist ein Split-Verdampfer im Garten aufgestellt - bei der Inbetriebnahme wurden die Kältemittelleitungen verlötet und die Wärmepumpe mit ein paar kg Kältemittel befüllt, der Techniker hatte ziemlich sicher eine Kältetechniker-Ausbildung.

    Mich würde interessieren, inwieweit ich auf den Kundendienst bestehen soll - eine Email-Anfrage beim Hersteller ergab natürlich "das gehört so, das passt schon". Eventuell hab ich per Telefon mehr Glück, normalerweise wird man bei technischen Fragen direkt zu den Technikern verbunden - hier könnte ich eventuell mit meinem Halbwissen "nachhaken".

    Sollte ich Kältemittel-Mangel im Schauglas beobachten können?

    lg
    Geändert von Ochse (27.12.2011 um 21:15 Uhr)

  16. #16
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    kältemittelmangel erkennt man an gasblasen im schauglas. das kältemittel sollte im schauglas komplett flüssig anstehen. aber wenn das von einem fachmann befüllt wurde dann wird da schon genug kältemittel drin sein.

  17. #17

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    versuchen kannst du es über den Telefon- Kundendienst. Wie gesagt, anhand der uns bekannten Werte und Beschreibungen lässt sich leider nicht wirklich zweifelsfrei beurteilen ob tatsächlich eine Fehlfunktion oder zumindest eine nicht optimale Einstellung vorliegt, möglicherweise musst du einen Techniker- Einsatz selbst bezahlen. Ist deine Entscheidung ob du das machst und Gewissheit hast, oder damit lebst. Zumindest würde ich noch abwarten was passiert wenn wir gegen -15°C Außentemperatur gehen.
    Kältemittel- Mangel liesse sich am Schauglas feststellen. Dann würden in manchen Betriebszuständen dort Gasblasen sichtbar sein, allerdings ist auch dieses keine einfache Ja/Nein Entscheidung, es gibt genügend Fälle wo das Schauglas alleine keine wirkliche Auskunft zulässt. Trotzdem würde ich, sollten Blasen sichtbar sein, defintiv den Kundendienst verständigen.

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